Lexikon · Kündigung
    Aktualisiert am

    Was ist Rufnummernportierung?

    Definition: Die Rufnummernportierung ist der Vorgang, bei dem ein Mobilfunk- oder Festnetzkunde seine bisherige Rufnummer zu einem neuen Anbieter mitnimmt. Rechtsgrundlage: § 59 TKG. Die Portierungsgebühr ist auf maximal 6,82 € gedeckelt, und sie darf nicht an das Kündigungsdatum gekoppelt sein.

    Warum Rufnummernportierung wichtig ist

    Wer beim Anbieterwechsel die Rufnummer nicht rechtzeitig portiert, verliert sie — und damit eine wichtige geschäftliche und private Kontaktadresse, die in WhatsApp, Banken-Authentifizierung und Online-Konten hinterlegt ist. Besonders tückisch: Viele Anbieter koppeln die Portierung an das Kündigungsdatum, obwohl das Gesetz eine Portierung bis zu 90 Tage nach Vertragsende erlaubt. Mit dem richtigen Vorgehen ist die Portierung kostenlos oder fast kostenlos und dauert nur wenige Werktage.

    Best Practices: Rufnummernportierung richtig handhaben

    • Den Portierungsauftrag beim neuen Anbieter einreichen, nicht beim alten — er koordiniert den Wechsel.
    • Die Portierungserklärung sollte den alten Anbieter, die alte Rufnummer und das gewünschte Portierungsdatum enthalten.
    • Idealerweise 2–4 Wochen vor dem gewünschten Wechseltermin beantragen; bei Vertragsende-Portierung bis zu 90 Tage nach Vertragsende möglich (§ 59 Abs. 4 TKG).
    • Die Portierungsgebühr ist gesetzlich auf 6,82 € gedeckelt — höhere Forderungen schriftlich zurückweisen.
    • Restguthaben bei Prepaid-Tarifen vor der Portierung abrufen oder Auszahlung anfordern.

    Häufige Fragen zu Rufnummernportierung

    Was kostet eine Rufnummernportierung?
    Maximal 6,82 € beim abgebenden Anbieter (§ 59 Abs. 2 TKG). Viele Anbieter verzichten auf die Gebühr als Goodwill oder Neukunden-Bonus beim aufnehmenden Anbieter.
    Kann ich die Rufnummer auch nach Vertragsende portieren?
    Ja, bis zu 90 Tage nach Vertragsende — der alte Anbieter muss die Rufnummer für Sie reservieren (§ 59 Abs. 4 TKG). Danach darf er sie an neue Kunden vergeben.
    Wie lange dauert die Portierung?
    In der Regel 1–3 Werktage zwischen Beantragung und Wechsel. Bei Portierung zum Vertragsende gilt der Portierungstag als Vertragsstart beim neuen Anbieter.
    Was passiert, wenn die Portierung scheitert?
    Der Fehler liegt meist an falschen Kundendaten oder einer noch laufenden Sperre. Der neue Anbieter informiert Sie und klärt mit dem alten Anbieter; notfalls den neuen Antrag korrigieren.
    Bleibt meine Rufnummer bei allen Tarifarten?
    Ja, bei allen Laufzeit- und Prepaid-Tarifen. Einzige Ausnahme: manche Business-Nummern mit behördlicher Sonderzuweisung.

    Bereit, das in einen rechtssicheren Brief zu packen?

    BriefWizard formuliert aus Ihrem Sachverhalt einen DIN-5008-konformen Brief — in unter 2 Minuten, kostenlos bis zum PDF-Download.

    Kostenlos erstellen · PDF ab 1,99 € · Postversand ab 4,99 €