Wie funktioniert der Zeugniscode?
Nach § 109 GewO muss ein Arbeitszeugnis wohlwollend und wahr sein — das klingt nach einem Widerspruch, ist aber der Grund, warum es in Deutschland eine ganze „Geheimsprache" gibt. Offiziell klingt alles freundlich, tatsächlich wird eine Schulnote kommuniziert.
Der Standardschlüssel der Leistungsnote
- „stets zu unserer vollsten Zufriedenheit" → sehr gut (1)
- „stets zu unserer vollen Zufriedenheit" → gut (2)
- „zu unserer vollen Zufriedenheit" → befriedigend (3)
- „zu unserer Zufriedenheit" → ausreichend (4)
- „im Großen und Ganzen zu unserer Zufriedenheit" → mangelhaft (5)
- „hat sich bemüht" → ungenügend (6)
„Dunkle" Codes, die Sie kennen sollten
Vorsicht bei scheinbar positiven Sätzen wie „Seine Geselligkeit trug zur Verbesserung des Betriebsklimas bei" — ein verbreiteter Code für Alkoholkonsum am Arbeitsplatz. Oder „zeigte Verständnis für seine Arbeit" — deutet an, dass die Person zwar verstanden, aber nicht gearbeitet hat.
Was tun, wenn das Zeugnis schlecht ist?
Sie haben Anspruch auf ein mindestens befriedigendes (Note 3) Arbeitszeugnis — alles darunter muss der Arbeitgeber beweisen können. Ist Ihr Zeugnis schlechter oder missverständlich, können Sie eine Korrektur verlangen. Unsere Vorlage zur Zeugnisberichtigung hilft Ihnen dabei — rechtskonform und sofort versandfertig.
Haftungsausschluss
Dieses Tool basiert auf allgemein anerkannten Deutungen und ersetzt keine anwaltliche Beratung. Im Streitfall ist ein Fachanwalt für Arbeitsrecht der bessere Ansprechpartner.
